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Baskische Bürgermeister besuchen Vorarlberg

 
Summary:
Unter dem Motto Austausch von good practice für nachhaltige Regionalentwicklung verbrachten 21 Bürgermeister und Entscheidungsträger aus der baskischen Region Goerri drei Tage in der Bodenseeregion um sich auf die Implementierung vom LA 21 in Goerri vorzubereiten.
Description:

Am 23. März fand der erste TENVORS Austausch statt, der regionale Entscheidungsträger für LA 21 zusammenbrachte. 3 Tage lang konnte die baskische Delegation vorbildliche Beispiele für Regionalentwicklung in der Region zwischen Österreich, Lichtenstein, Deutschland und der Schweiz kennen lernen.

Ziel des Besuchs war es, Informationen zu LA 21, nachhaltigem Tourismus, Abfallmanagement und Ähnlichen Themengebieten zu teilen und auszutauschen.

Probleme und Hindernisse die bei der Implementierung dieser Prozesse immer wieder auftreten konnten auf lokaler Ebene diskutiert werden.

Das intensive Arbeitsprogramm umfasste unter anderem folgende Punkte:

  • Umweltmanagementsystem des Flughafens Friedrichshafen
  • Uhldingen-Mühlhofen: Nachhaltigkeit und UMS in einem Tourismusgebiet
  • Regionaler Brauereibetrieb
  • Erfahrungsaustausch zu nachhaltiger Mobilität: 14 Projektteams aus 5 Gemeinden in Österreich/Lichtenstein/Schweiz (gemeinsam mit dem Netzwerk Alpenallianz)
  • Region Kummenberg (Österreich): LA 21 in kleinen ländlichen Regionen
  • „Persönlichkeit Werdenberg“, eine Schweizer Region
  • Käsestrasse Bregenzerwald
  • Gemeinde Langenegg: LA 21 in kleinen Gemeinden
  • Regionaler Tischlereibetrieb – Null-Emission?
  • Kulturzentrum Hittisau

Weitere gemeinsame Interessensgebiete die die Basis für zukünftige Kooperationen bilden waren: 

  • Energiemanagement (Energiesparmaßnahmen, Entwicklung erneuerbarer Energiequellen…)
  • Ökologische Architektur (Verwendung von Glas und Holz, hochqualitative Isolierung…)
  • Abfallmanagement (Materialverwendung, Abwasserbehandlung, Wassermanagement, Recycling…)
  • Marketing und Verwendung von lokalen Produkten (Käse, Holz…)
  • Unterstützung der lokalen Kultur
  • Nachhaltige Mobilität (Unterstützung von Öffentlichem Verkehr, Steigerung der Nutzung von Fahrrädern…)
  • Unterstützung des Gebiets (gemeinsame Identität…)

Lokale Agenda 21, als Arbeitswerkzeug, spielet eine wichtige Rolle beim Erreichen einer Nachhaltigen Entwicklung für die Zukunft. Ebenfalls in diesem Bereich hat Kooperation, nicht nur zwischen Gemeinden, sondern auch zwischen Regionen, Gebieten und auf internationaler Ebene, einen fundamentalen Stellenwert. (Bodensee LA 21).

In allen analysierten Einsätzen von LA 21 war die Beteiligung der Bürger von ausschlaggebender Bedeutung für den Erfolg des nachhaltigen Entwicklungsprozesses. Diese Beteiligung wurde hauptsächliche durch autonom arbeitende Arbeitsgruppen garantiert. Die Reaktion der Bürger war durchgehend positiv, auch wenn erwähnt werden muss, dass der Weg dahin langwierig war.

Die Verpflichtung soziale Ressourcen und Infrastruktur (hoch qualitative Kindergärten, Theater…) auch wenn diese enormen Aufwand bedeuten (Kredite, Ersparnisse…) brachte große Vorteile für die Gemeinden und Regionen.

  • Gesteigerte Attraktivität der Gemeinde als Mittel die Population zu erhalten
  • Steigerung der Lebensqualität der Einwohner (Besseres Angebot an Dienstleistungen, Verbesserte Vereinbarkeit von Arbeit und Familie durch Kindergärten…
  • Unterstützung der regionalen und lokalen Kultur

Auch wenn Tourismus noch immer eine untergeordnete Rolle spielt (da das Bedürfnis nach ökonomischer Vielfalt eher gering war) zählt er, wenn vernünftig betrieben, dennoch zu den wichtigen Faktoren die eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen

  • Tourismusströme sind steuerbar
  • Lokales Kulturerbe wird gezeigt (aber nicht ausgebeutet)
  • Lokale Produkte werden Vermarktet
  • Ökonomische Aktivitäten werden entwickelt (insbesondere in kleinen Gemeinden)

Trotzdem kann gesagt werden, dass der Großteil der Beispiele das Ergebnis eines langen Prozesses mit dem Hauptaugenmerk auf nachhaltige Entwicklung ist. Um die notwendige Kooperation und Beteiligung der gesamten Gesellschaft für diesen langen Prozess zu gewinnen ist die Führungsqualität der Behörden und technischen sowie politischen Verantwortlichen essenziell.

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